
Auf einer Seite des Himmels gibt es einen Platz, der
Regenbogenbrücke genannt wird.
Wenn ein Tier stirbt, das jemandem besonders nahe stand, begibt
es sich zur Regenbogenbrücke.
Dort sind Wiesen und Hügel für all unsere besten Freunde, so dass sie zusammen
laufen und spielen
können. Dort gibt es Futter, Wasser und Sonnenschein im Überfluss, und unsere
Freunde haben es warm
und fühlen sich wohl und behaglich.
Alle Tiere, die krank und alt waren, haben wieder ihre Gesundheit und Energie;
die, die verletzt
oder verstümmelt waren, sind wiederhergestellt und stark, so wie wir sie in
Erinnerung haben.
Die Tiere sind glücklich und zufrieden, bis auf eine Kleinigkeit. Sie alle
vermissen ihren
Menschenfreund, den sie zurücklassen mussten.
Sie laufen und spielen zusammen, aber der Tag kommt,
an dem eines plötzlich stoppt und in die Ferne sieht.
Seine strahlenden Augen sind aufmerksam; gespannt zittert der Körper.
Plötzlich beginnt es von der Gruppe
wegzulaufen, fliegt über das grüne Gras, seine Beine tragen es schneller und
schneller.
Es hat Dich gesehen,
und wenn Du und Dein Freund sich endlich treffen, werdet Ihr im freudigen
Wiedersehen so zusammenhalten, auf dass ihr nie wieder getrennt werdet.
Glückliche Küsse regnen auf Dein Gesicht. Deine Hände liebkosen wieder den
geliebten Kopf,
und Du siehst einmal mehr in die vertrauensvollen Augen Deines Lieblings,
welcher zwar lange aus Deinem Leben, aber nie aus Deinem Herzen verschwunden
war.
Dann geht ihr zusammen über die Regenbogenbrücke.
Die Entscheidung, einen Hund nicht
länger am Leben zu lassen, wird von
verschiedenen Kriterien abhängig gemacht.
Wenn ein Hund nicht vermittelbar ist, weil sein Verhalten nicht
korrigiert werden kann und er in der Zukunft eine Gefahr für Menschen
und andere Tiere darstellt - dann ist das ein Hauptkriterium ihm ein
weiteres Leben im Zwinger zu ersparen.
Ein Hund, der weder mit anderen
Hunden umgehen kann noch mit Menschen eine Beziehung eingehen wird,
der einsam leben muss - der wird von uns von seiner Isolation erlöst.
Um diese Entscheidung fällen zu können, benötigen wir die Einschätzung
und die Erlaubnis des zuständigen Veterinäramtes.
Die Regelungen sind im Tierschutzgesetz klar formuliert und vorgegeben.
Jeder Hund in unserer Einrichtung bekommt genügend Zeit und Ruhe um
sich einzuleben.
Jeder Hund bekommt seinen Betreuer und seinen eigenen Therapieplan.
Jeder Hund bekommt seine Chance.
Aber der Mensch kann nicht jedes Schicksal bestimmen und einigen
Hunden kann nicht mehr geholfen werden.
Verantwortlich : Beatrice Hoff
![]()