zurück

 
Erfolgreiches Erste Hilfe Seminar am 16.07.2006

Trotz sonnigem Strand-und Urlaubswetter waren 17 Hundehalter
mit ihren Vierbeinern zum Erste Hilfe Kursus am 16.07.2006 in den
Räumen der "Therapiestation für Hunde" in Mühbrook erschienen.

Als Referentin war die Tierärztin Frau Dr. Elisabeth Stemmler mit
ihrer Assistentin  Diana Marten (siehe Photo)aus Hohenwestedt
eingeladen.



Folgende Themen und Erste Hilfe-Maßnahmen wurde besprochen und in der
Praxis entsprechend abgehandelt: 

Sofortmaßnahmen bei einem Unfall Sichern der Unfallstelle, dann sofort um das Tier kümmern. Prüfen ob der Hund ansprechbar ist. Ist er nicht ansprechbar, nach dem ABC-Schema vorgehen. Überprüfung der Atmung mit Soforthilfe durch Beatmung (wenn notwendig) und Überprüfung  des Kreislaufes. Herzschlag-Puls-Kontrolle. Welche sichtbaren Verletzungen hat der Hund ?  Usw. usw. usw.


"Sicherheits-Schnauzbinde"       

Verständlicher Weise können wir hier in unserem Beitrag nicht das
komplette Referat veröffentlichen. Hierzu muss man einfach selbst
dabei sein um alles besser erleben und aufnehmen zu können.
Auf Grund des sehr guten und sachkundigen Referats werden wir noch in
diesem Jahr ein Zwei-Tages-Sonderseminar am Jahresende anbieten. Genaue
Angaben folgen hierzu auf unseren Terminseiten für Seminare 2006.

Nun folgen einige Bildbeispiele aus dem praktischen Unterrichtsteil!

Bild 3:
Überprüfung der Durchblutung am Zahnfleisch des Hundes, gezeigt von
Frau Dr. Stemmler.  Die Schleimhäute bei einem gesunden Hund sind im
Normalfall kräftig rosa gefärbt.Sollten bei einem Hund die
Schleimhäute jedoch lila oder bläulich gefärbt aussehen, so könnten
Sauerstoffmangel, z.B. bei Herzproblemen oder Atemnot die Ursache
dafür sein.
Entspechende Sofortmaßnahmen zur Ersten-Hilfe wurden von der
Tierärztin genau beschrieben und erklärt, so das jeder Kursteilnehmer
am eigenen Tier die Durchblutung, den Herz-und Pulsschlag selbst
überprüfen konnte.

Bild 4:
Zeigt die Kursteilnehmerin Nathali Hoff bei der Prüfung des
Herzschlages bei dieser kräftigen, langhaarigen Owtcharka-Hündin.
Hierzu wurde aus Gründen der eigenen Sicherheit der sog. Schnauzgriff
durch die Hundebesitzerin durchgeführt.
Die Herdenschutzhündin "Shadow" ließ alle Untersuchungsmöglichkeiten
mit bestem Wesen und sehr selbstsicher über sich ergehen. Wenn alle
Hundepatienten so wären, dann wäre es eine wunderbare Sache.
Doch leider sind bei einem Ernstfall und Unfall nicht alle Hunde(durch
den meist einhergehenden Schock usw.) so umgänglich.  Deshalb bitte immer
im Ernstfall an die eigene Sicherheit denken und mit Ruhe ohne Hektik
an die Sache herangehen.

Bild 5:
Im praktischen Unterichtsteil wurden den mitgebrachten Hunden
verschieden Verbände angelegt und genau erklärt und beschrieben,
worauf im einzelnen unbedingt und grundsätzlich zu achten ist.
In diesem Bildbeispiel legt Bettina Meyer unter Anleitung von Frau Dr.
Stemmler gerade einen Pfotenverband an.

Bild 6:
Zeigt den fertigen, lauffähigen Pfotenverband, mit dem ein verletzter
Hund erst einmal mühelos laufen und gesunden kann. Im Idealfall sollte
zum Schutz gegen Verschmutzung dem Hund noch ein spezieller Hundeschuh
zur erkrankenten Pfote angelegt werden.

Bild 7:
Beim Pfotenverband ist es sehr wichtig das zwischen alle Zehen des
verletzten Fußes Watte oder ähnliches Material schonend vor dem
Hauptverband vorsicht eingebracht wird.
Nathali Hoff bekam hierzu einen etwas schierigeren Fall, einen kleinen
Teckel als Patient. Bei diesem kleinen zierlichen Pfötchen muß der
Patient mit größter Sorgfalt und Feingefühl behandelt werden.

Bild 8:
Damit auch der kleine Hund einen sicheren und lauffähigen Verband
erhält ist ein ordentlicher Sitz des Verband zu gewährleisten.
Jedoch vorsicht, den Verband auch nicht zu fest anlegen. Ein Verband
darf auf gar keinen Fall gesunde Blutgefäße abschnüren oder
abquetschen. Zu stramme Verbände schaden mehr als sie nützen!

Bild 8:
Hier sehen wir die Hundehalterin Kerstin Reese mit dem Schäferhund
"Remos" und einem ebenfall lauffähig, perfekt angelegten
Pfotenverband. Unter der kompeteneten Anleitung von Tierarzthelferin
Diana Marten war diese Aufgabe problemlos gehändelt. Der Schäferhund
Rüde "Remos" war ebenso wie all die anderen teilnehmenden Hunde ein
ruhiger und selbstsicherer Übungspatient.

Außer Verbände anlegen beinhaltete dieser Erste Hilfe-Kursus noch
folgende wichtige Themen zur Sofortmaßnahme im etwaigen Ernstfall:
Atmung Beatmung Kreislauf Herztöne Puls und Durchblutung.
Schockfeststellung und Sofortbehandlungsmaßnahmen.
Blutungen und deren Sofortbehandlung.
Unfall - Knochenbrüche und deren Soforthilfsmaßnahmen.
Transportmöglichkeit direkt zum Tierarzt.
Kopfverletzungen, Augen, Ohren, Nase und Kieferverletzung.
Fremdkörper im Fang des Hundes und dessen Soforthilfe.
Einschätzung von Notfall durch Fieber messen.
Haut-und Parasitenerkrankungen
Entwurmen und Impfen des Hundes
und Brandverletzungen Soforthilfe bis zum Transport zum Tierarzt

Bild 9:
Jedem Kursteilnehmer wurde nach erfolgreicher Teilnahme eine
entsprechende Teilnehmer-Bescheinigung (Bild) überreicht.
Alle Kursteilnehmer waren von dem Vortrag in der Theorie wie auch in
der Praxisvorführung von dem Tierärzteam voll auf begeistert und haben
wertvolle Hilfestellung durch Frau Dr. Elisabeth Stemmler erhalten.
Auf diesem Wege möchten wir uns alle noch einmal recht herzlich für
diesen Erste-Hilfe-Kursus bedanken und freuen uns schon auf das noch
folgende Zwei-Tage-Intensiev-Seminar zum Jahresende.

Bild 10:
Ernst Hoff und die Kursteilnehmer
verabschiedeten Frau Dr. Stemmler und ihre Assistentin "Diana" mit
einigen Dankesworten und einem feurigen Applaus.
Frau Dr.Stemmler richtete auch noch an alle Teilnehmer ihre
Dankesworte. Sie war begeistert wie alle Hundehalter, trotz des heißen
Sommerwetters so toll durchgehalten und angagiert mitgemacht haben.

Veranstaltungsleitung
Ernst Hoff